Von Beate Isenhagen
Das dritte und somit vorletzte KZG in diesem Jahr fand am letzten Donnerstag wie üblich im Kaminzimmer der Europäischen Fachhochschule statt. Bereits in den Tagen vorher konnte festgestellt werden, dass das Thema Interesse geweckt hatte…
So war der Andrang so groß, sodass aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl nicht alle Wünsche erfüllt werden konnten.
So fanden sich jedoch unter dem Thema „ Führung und Motivation“ eine Frage des Charakters ?“ circa 40 Studenten zusammen und lauschten den interessanten Ansichten der Referenten.
Wieder ist es der DCI gelungen, Referenten aus den verschiedensten Bereichen der Wirtschaft nach Brühl zu holen, um einen interessanten und spannenden Abend zu garantieren.
Wird man als Führungskraft geboren oder kann man Führen und Motivieren lernen? Und wenn ja, wie? Welche Fähigkeiten muss ein guter Motivator besitzen?
John Kayser – Leiter des Instituts ForumFührung und Vorstand des Rheinischen FührungsCollegs – sprach als erster Referent zum Thema „ Führung und Motivation“ eine Frage des Charakters ?“ Er bietet unter anderem ein einjähriges Programm über das Colleg an, welches sich nur um die Frage von Führung und Persönlichkeitsentwicklung dreht. Denn Persönlichkeit sei eine Frage der Entwicklung.
Schnell hat sich heraus kristalisiert, dass es kein Patentrezept und keine Grundformel gibt, um eine perfekte Führungskraft zu sein.
Um der Lösung ein Stück näher zu kommen, hat auch Joachim Proelß, Mitglied des Vorstandes des Universitätsklinikums Hamburg- Eppendorf, seinen Beitrag zum Thema geleistet. Unter Anbetracht des erstaunlichen Lebenslaufs – vom Krankenpfleger zum Vorstandsmitglied – legte auch der 48-jährige seine Ansichten dar.
“This myth asserts that people simply either have certain charismatic qualities or not. That’s nonsense; in fact, the opposite is true. Leaders are made rather than born.“ (Warren Bennis)
„Es gibt kein Gen, um eine gute Führungskraft zu sein. Aber ein Talent, dass man besitzt oder nicht“, sagte Joachim Proelß. Diese Aussage impliziert, dass es Führungseigenschaften gibt, die man erlernen kann, jedoch ein gewisses Talent vorteilhaft ist. Auch Joachim Proelß war ebenfalls der Ansicht, dass gutes Führen und Erfahrungen sammeln zusammen hängen. Erfahrungen machen bedeutet seine Persönlichkeit zu entwickeln. Und Persönlichkeit hat Einfluss auf das Führungsverhalten. Man habe als Führungskraft eine Vorbildfunktion und daher eine gewisse Erwartungshaltung zu erfüllen, derer man sich stets bewusst sein müsse.
Doch gilt es zu bedenken, dass auch eine Führungskraft nur ein Mensch sei, so Frau Dipl. –Psych. Dagmar Hanewinkel, Geschäftsführerin des Kölner Instituts für Managementberatung. Andernfalls sprechen wir vom idealen Menschen. Komponenten wie sein Handeln aus Überzeugung tun und sich auch eigener Stärken und Schwächen bewusst sein, prägen eine gute Führungskraft.
In einem Punkt sind sich jedoch alle einig. Erfahrung sammeln ist immer ein Schritt in die richtige Richtung.
Nach den Vorträgen der einzelnen Referenten waren viele Studierende daran interessiert, auch Ihre persönlichen Belange noch los zu werden und wandten sich interessiert an unsere 3 „Berater“. Dabei war festzustellen, dass einige Studierende bereits in die Situation des Führens gekommen waren und doch das ein oder andere „Problem“ entstanden war. Ob es die Auseinandersetzung mit dem 30 Jahre älteren Kollegen war oder die persönlichen Zweifel waren. Die Frage nach dem richtigen Handeln und Tun ist in jedem von uns!
Die DCI bedankt sich ganz herzlich bei allen Referenten, aber auch bei jedem Studierenden, der Teil dieses überaus gelungenen Abends war. Wir hoffen auch in Zukunft auf eure Teilnahme und sagen Danke!

